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Auseinandersetzung mit der so genannten „Neuen Rechten“

19. März | 19:00 - 21:00

Pegida, AFD, die Identitäre Bewegung – diese Gruppen gehören der so genannten „Neuen Rechten“ an. Der Kern dieser weltanschaulichen wie politischen Strömung ist die Vorstellung einer „Kulturrevolution von rechts“: Ideen wie Volk, Nation, Patriotismus und Herkunft sollen wieder positiv besetzt werden, um ein neues Bewusstsein der eigenen Identität zu ermöglichen.

Mit zeitdiagnostischen Argumenten, metapolitischen Maßnahmen, diskursiven Interventionen und medialer Präsenz soll eine angestrebte „Identität des Eigenen“ konstruiert und vitalisiert werden, gegen die Widerstände (vorgeblicher) gesellschaftlicher Phänomene wie „Gender Mainstreaming“, „Multikulturalismus“, „Erziehungsbeliebigkeit“, „Staatsterrorismus“ oder „Umvolkung“.
Innerhalb der Bewegung gehen dabei die Meinungen weit auseinander, ob lediglich eine „Eroberung der bürgerlichen Mitte“ oder gleich eine radikale „Verteidigung des Abendlandes“ angestrebt werden soll.

Woher beziehen sie ihre maßgeblichen Impulse? Was genau halten sie an der „Neuen Rechten“ für „neu“? Weshalb sprechen ihre argumentativen Strategien viele Menschen in ihrem Orientierungs-Bedürfnis an?
Ziel des Vortrages und der daran anschließenden Diskussion wird es sein, i) diesen Positionen ohne polemische Abwehr-Reflexe begegnen zu können, ii) einen erweiterten Horizont der gegenwärtigen „Identitäts“-politischen Lage zu gewinnen, sowie iii) sich ganz grundlegend die Frage zu stellen, was denn nun ein demokratischer Umgang mit dem Begriff der Identität wäre.

Referent*in: Fabian Erhardt, hat Philosophie, Psychologie, Allgemeine Rhetorik und postkoloniale Literatur in Tübingen und London studiert und ist Lehrbeauftragter an den Universitäten Tübingen & Stuttgart.

Details

Datum:
19. März
Zeit:
19:00 - 21:00
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Haus der Jugend, Reutlingen
Museumstraße 7
Reutlingen,72764Deutschland